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Die Wildpferde von Langeland

Langelands wildeste Landschaftspfleger tragen zu mehr Vielfalt, Biodiversität und einer artenreicheren Natur bei.

Foto: Jonas Legarth

Auf Langeland tragen Pferde und Rinder dazu bei, die Natur zu gestalten, während sie durch die Landschaft ziehen und grasen. Die großen Tiere übernehmen eine Arbeit, die sonst mit Maschinen erledigt werden müsste. Durch ihre Beweidung entsteht eine abwechslungsreichere Vegetation mit offenen Landschaften, Gestrüpp und höherem Bewuchs.

Die Wildpferde von Langeland

Langelands Wildpferde sind Exmoor-Ponys – eine robuste Rasse, die unter anderem an ihrem bräunlichen Fell und den muskulösen schwarzen Beinen zu erkennen ist. Untersuchungen zeigen, dass das Exmoor-Pony genetisch den ursprünglichen dänischen Wildpferden am ähnlichsten ist. Das Winterfell der Pferde besteht aus Woll- und Deckhaar und wird so dicht, dass Schnee auf ihrem Rücken liegen bleiben kann, ohne zu schmelzen.

Die Pferde finden den größten Teil ihrer Nahrung in der Natur und leben das ganze Jahr über auf den eingezäunten Flächen. So können Besucher das natürliche Verhalten der Pferde aus der Entfernung und zu den Bedingungen der Tiere beobachten.

Auch wenn die Pferde nicht wie gewöhnliche Reitpferde gepflegt und versorgt werden, werden die Tiere täglich kontrolliert.

Hier können Sie Langelands „Wildpferde“ erleben

Beweidung schafft Raum für mehr Natur

Wenn große Tiere eine Fläche beweiden, beeinflussen sie, welche Pflanzen dort wachsen können. Ohne Beweidung können sich unter anderem Weißdorn und Heckenrose stark ausbreiten und die Landschaft nach und nach dominieren.

Pferde und Rinder tragen zu einer abwechslungsreichen Vegetation mit offenen Landschaften, Gestrüpp und höherem Bewuchs bei. So entstehen unterschiedliche Lebensräume für Pflanzen, Vögel und andere Tiere. Genau diese Vielfalt ist entscheidend. Bei der Naturpflege geht es hier nicht um eine einheitliche Landschaft, sondern um eine Natur mit unterschiedlichen Lebensräumen und damit besseren Bedingungen für die Biodiversität.

In Dänemark wurden Knochen von Wildpferden gefunden, die bis zu 11.500 Jahre alt sind. Damals waren Pferde eine begehrte Beute für Jäger. Wildpferde gelten eigentlich als Steppentiere, lebten in Dänemark jedoch auch im ursprünglichen Wald. Man geht davon aus, dass die letzten Wildpferde Europas um 1870 verschwanden.

Es gibt noch viele andere Tiere auf Langeland…

Ist man frühmorgens oder bei Sonnenuntergang auf der Insel unterwegs, trifft man unweigerlich auf  Rehe oder Damhirsche. An manchen Orten weiden beeindruckende Hochlandrinder. Zudem hat Langeland ein außergewöhnlich reiches Vogelleben und einen Bestand an seltenen, schwarzen Eichhörnchen aufzuweisen.